Fragen zum eventuellen Umbau von V-Brake auf Magura HS 33. (2024)

Diskutiere Fragen zum eventuellen Umbau von V-Brake auf Magura HS 33. im Fahrradkomponenten, Zubehör und Ausrüstung Forum im Bereich Diskussionen; Danke, für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht.Bekanntlich lassen sich polierte Nirofelgen immer schlecht bremsen, wegen der glatten...

  • 02.10.2015
  • Fragen zum eventuellen Umbau von V-Brake auf Magura HS 33. Beitrag #21

G

Gast20309

Danke, für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht.

Bekanntlich lassen sich polierte Nirofelgen immer schlecht bremsen, wegen der glatten Oberflächen. Ein wenig Besserung hat man dann bei Verwendung von Bremsschuhen mit Lederbandeinlage.

Bei meinem Cyclocrosser hatte ich mir, der schönen Optik wegen, auch wieder Nirofelgen montiert. Da Cantisockel vorhanden sind, habe ich dann die HS11 montiert, die zunächst natürlich nicht passte, da die Maulbreite (Außenmaß) meiner van Schothorst-Felge satte 32 mm misst. Natürlich stand in keiner Magura-Produktbeschreibung, dass die Maguras nur bis max. 28 mm Maulbreite passen! Sehr ärgerlich das Ganze! Nachdem ich dann einige Umbaumaßnahmen durchgeführte hatte, passte es dann doch so leidlich.

Die heftige Bremswirkung der HS11 hat mich dann aber echt erschreckt! Als würde man einen Stock zwischen die Speichen stecken.

Da ich verschiedene, alte Räder mit mechanischen Felgenbremsen nutze, ist das für mich mit der HS11 im Reflex-Bremsfall recht gefährlich. Deshalb habe ich an dem Rad als einziges Rad, den Bremshebel links gesetzt, aber das ist keine wirkliche Lösung, wenn man sonst mit rechts vorn bremsen gewöhnt ist. So schnell stellt sich (m)ein Gehirn bei einer Gefahrenbremsung nicht um.

Deshalb, und auch weil ich am Optimieren des Gewichts bin, kommt wieder eine V-brake ans Rad.

  • 02.10.2015
  • Fragen zum eventuellen Umbau von V-Brake auf Magura HS 33. Beitrag #22

B

bastl-axel

schmadde schrieb:

...musste ich nach 6 Jahren Züge und Hüllen wechseln, weil die durch das Tag und Nacht ungeschützt draussen stehen, korrodiert waren.

Kann man verhindern durch Innenzüge aus nichtrostendem Edelstahl und Außenhüllen mit Kunststoff-Inliner.

schmadde schrieb:

Wenn man erheblich besser bremsen will, muss eine Scheibenbremse her.

Das wage ich zu bezweifeln. Ein gute V-Brake mit stauchfreien Zügen und den zur Felge passende Belägen steht einer Scheibenbremse, zumindest in der Bremswirkung, in nichts nach. Außer der viel zu hochgelobten angeblich besseren Dosierbarkeit. Die ist zwar vorhanden, aber weltbewegend ist das nicht, kann mich auch mit einer V-Brake an die Blockiergrenze ran tasten. Und mit Canti-Hebel an einer V-Brake reduziert sich auch spürbar die benötigte Handkraft und wieder schwindet ein Vorteil der hydraulischen Scheibenbremse dahin.
Bei Matsch und Schnee und im Regen hat eine Scheibenbremse allerdings Vorteile, weil die durch die höhere Montage nicht so schmutzig wird, wie die Felge, welche ja auch mal im Schlamm versinkt.
Das Scheibenbremsen so hoch gelobt werden, hat oft auch seinen Grund darin, das man davor eine V-Brake mit schwergängigen Zügen und/oder uralten total verhärteten Bremsgummis gefahren ist.
Es gibt natürlich auch Scheibenbremsen, welche jede V-Brake in den Schatten stellt, aber die kosten dann aber auch deutlich mehr.
Fahre selbst V-Brake, mechanische und hydraulische Scheibenbremsen, auch gemischt.
Ein großen Vorteil haben die Scheibenbremsen aber doch noch. Sie ist eigentlich eine Sorglos-Bremse.
Einmal montiert und eingestellt hat man bis zum Wechsel der Bremsbeläge keine Arbeit mehr damit.
Nur noch fahren und Spaß haben. In der Zeit hätte ich meine V-Brakes schon ein paar mal nachstellen müssen.

Gast20309 schrieb:

Da helfen Bremsgummis für mit Keramik beschichteten Felgen.

Gast20309 schrieb:

Die heftige Bremswirkung der HS11 hat mich dann aber echt erschreckt! Als würde man einen Stock zwischen die Speichen stecken.

Dann dürfte ja gar keiner mehr Scheibenbremsen fahren, weil man sich da ja nur noch überschlägt. Zumindest bei meiner langt mein Zeigefinger ganz allein für einen Stoppie, also, wenn das Hinterrad abhebt, weil ich vorne (zu) stark bremse. Was könnte dann da bei einer Panik-Bremsung passieren?Fragen zum eventuellen Umbau von V-Brake auf Magura HS 33. (1)

  • 02.10.2015
  • Fragen zum eventuellen Umbau von V-Brake auf Magura HS 33. Beitrag #23

G

Gast18160

Ich fand die Bremswirkung der Scheibenbremsen bei höheren Geschwindigkeiten (um die 50 km/h) und bei Nässe besser. Das bezieht sich jedoch nur auf die von mir schon gefahrenen Räder, es gibt ja -zig Felgenbremsen, Gummis, Züge, Felgen, Griffe...
Eigentlich kommt man mit allem zurecht, man muss eben die Fahrweise immer etwas dem Rad und den Gegebenheiten anpassen.

  • 02.10.2015
  • Fragen zum eventuellen Umbau von V-Brake auf Magura HS 33. Beitrag #24

S

schmadde

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Gast20309 schrieb:

Bekanntlich lassen sich polierte Nirofelgen immer schlecht bremsen, wegen der glatten Oberflächen. Ein wenig Besserung hat man dann bei Verwendung von Bremsschuhen mit Lederbandeinlage.

Was meinst Du mit "polierte Nirofelgen"? Verchromte Stahlfelgen? Damit bekommt man mit keiner Felgenbremse ausreichende Bremswirkung hin. Die gehören entweder auf den Müllhaufen der Geschichte, oder wenigstens mit Nabenbremsen kombiniert.

Gast20309 schrieb:

Bei meinem Cyclocrosser hatte ich mir, der schönen Optik wegen, auch wieder Nirofelgen montiert. Da Cantisockel vorhanden sind, habe ich dann die HS11 montiert,

Wie hast Du denn HS11 an einen Rennlenker montiert bekommen? Oder ist es etwa gar kein Cyclocrosser, sondern ein "Cross"Rad? Mich ärgert es schon enorm, dass die Marketingdeppen vor einigen Jahren den seit Jahrzehnten gebräuchlichen Begriff des Crossrads unbrauchbar gemacht haben und wir jetzt das sperrige Wort "Cyclocrosser" verwenden müssen. Bitte nicht nochmal eine Namensänderung!

  • 02.10.2015
  • Fragen zum eventuellen Umbau von V-Brake auf Magura HS 33. Beitrag #25

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Gast20309

Gast18160 schrieb:

Eigentlich kommt man mit allem zurecht, man muss eben die Fahrweise immer etwas dem Rad und den Gegebenheiten anpassen.

Das ist wohl das Entscheidende. Fährt man nur ein Rad, dann kann man sich gut umgewöhnen, evtl. einen 2-Finger-Bremshebel verbauen, usw.

Hat man mehrere Bikes in Betrieb, dann erscheint es mir richtiger, keine allzu großen Bremsunterschiede zu haben. Allerding muss ich hierzu auch anmerken, dass ich nur Vintage-Stahlräder fahre, ich nicht in den Bergen wohne und keine Speed-Abfahrten absolviere...

  • 02.10.2015
  • Fragen zum eventuellen Umbau von V-Brake auf Magura HS 33. Beitrag #26

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schmadde

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bastl-axel schrieb:

Kann man verhindern durch Innenzüge aus nichtrostendem Edelstahl und Außenhüllen mit Kunststoff-Inliner.

Das wage ich zu bezweifeln. Ein gute V-Brake mit stauchfreien Zügen und den zur Felge passende Belägen steht einer Scheibenbremse, zumindest in der Bremswirkung, in nichts nach.

Ich finde 6 Jahre schon ganz in Ordnung unter solchen Bedingungen. Glaube kaum, dass das mit noch besseren Zügen und Hüllen besser geht (das waren die teflonbeschichteten Züge und recht brauchbare Hüllen von Shimano).

Und die Bremswirkung bei Nässe ist wirklich besser bei der Scheibe - da gibts überhaupt nichts dran zu rütteln. Bei Trockenheit bremsen wie gesagt auch V-Brakes gut. Die Scheibe hat halt wesentliche Vorteile: Beläge und Scheibe sind aufeinander abgestimmt, wasser läuft besser und schneller ab durch die Löcher und die Übersetzung ist viel stärker durch die Hydraulik. Da muss man meist nur den Finger ganz schwach ziehen um brachiale Bremskraft zu haben.

Standfestigkeit ist ein anderes Thema. Da sind meiner Erfahrung nach Scheibenbremsen einer 28" Felge nicht signifikant überlegen (je nach Dimensionierung sogar erheblich unterlegen).

Gast18160 schrieb:

Eigentlich kommt man mit allem zurecht, man muss eben die Fahrweise immer etwas dem Rad und den Gegebenheiten anpassen.

Da möchte ich mal ganz vehement widersprechen. Grade im Stadtverkehr kommt man oft genug unverschuldet in Situationen, in denen man jedes bisschen Bremskraft gebrauchen kann. Wenn eine Bremse nicht in der Lage ist ein normales Rad in kürzester Zeit zum Überschlag zu bringen ist sie zu schwach.

Ich merke das an unserem Lastenrad, welches die zweitgrößten Rollenbremsen von Shimano verbaut hat. Die bremsen so schlecht, dass ich schonmal einem direkt vor mir ausscherenden und danach eine Vollbremsung veranstaltenden KFZ-Rüpel hinten draufgefahren bin . Mit ordentlichen Bremsen wäre das nicht passiert.

  • 02.10.2015
  • Fragen zum eventuellen Umbau von V-Brake auf Magura HS 33. Beitrag #27

G

Gast20309

@ schmadde

Nun ja, da ist die Wikipedia ein wenig großzügiger in der Auslegung eines Cyclocrossers. Schau mal hier.
https://de.wikipedia.org/wiki/Crossrad

Ich finde, dass diese Bezeichnung mein Rad am besten beschreibt.

Ich dachte auch erst, dass das verchromte Edelstahlfelgen sind, habe aber dann gelesen, dass das angeblich nur polierte Nirofelgen sind, obwohl es eher wie Chrom aussschaut.

Ich liebe Chrom an alten Rädern und diese Felgen sind einfach unverwüstlich. Die neuen Felgen stehen neben den 30 Jahre alten und du würdest keinen Altersunterschied erkennen. Hammer. Unstabil finde ich sie auch keineswegs, man hat das Gefühl, die sogar ohne Gummis drauf ohne zu Zerbeulen fahren zu können. Diese Kastenfelgen möchte ich aber nur mit Drahtreifen fahren, was sie leider sehr schwer macht.

Nachdem ich jetzt am Singlespeed (Peugeot) die leichteren supremes verbaut habe, bin ich auf den Geschmack gekommen, und möchte den Cyclocrosser/Crosser auch gewichtsmäßig optimieren. Ich stehe auf cleanem Aufbau.

  • 02.10.2015
  • Fragen zum eventuellen Umbau von V-Brake auf Magura HS 33. Beitrag #28

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bastl-axel

Gast18160 schrieb:

Eigentlich kommt man mit allem zurecht, man muss eben die Fahrweise immer etwas dem Rad und den Gegebenheiten anpassen.

schmadde schrieb:

Da möchte ich mal ganz vehement widersprechen.

@Gast18160 hat bestimmt nicht gemeint, das man schlechte Bremsen an seinem Rad akzeptieren soll, sondern eher, das das Bremssystem an sich nicht so extrem wichtig ist. Hauptsache, die Bremse bremst ordentlich und das können im Prinzip fast alle Bremsen. Die zwei großen Ausnahmen davon ist einmal die Rücktrittbremse und zweitens die Rollenbremse.

schmadde schrieb:

...an unserem Lastenrad, welches... ...Rollenbremsen... ...verbaut hat. Die bremsen so schlecht, dass ich schon mal einem... ...Kfz-Rüpel hinten draufgefahren bin. Mit ordentlichen Bremsen wäre das nicht passiert.

Und gegen was hast du die inzwischen ausgetauscht oder fährst du etwa immer noch mit diesem Bremsenmüll rum?

Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

  • 02.10.2015
  • Fragen zum eventuellen Umbau von V-Brake auf Magura HS 33. Beitrag #29

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schmadde

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Gast20309 schrieb:

Anhang anzeigen 77401 @ schmadde

Nun ja, da ist die Wikipedia ein wenig großzügiger in der Auslegung eines Cyclocrossers. Schau mal hier.
https://de.wikipedia.org/wiki/Crossrad

Da steht doch genau was ich gesagt habe: Mit Cyclocrosser bezeichnet man heute das, was früher Crossrad geheissen hat: "ein leichtes Rennrad mit grobem Stollenprofil und Cantileverbremsen" (und neuerdings auch Scheibenbremsen).

bastl-axel schrieb:

Und gegen was hast du die inzwischen ausgetauscht oder fährst du etwa immer noch mit diesem Bremsenmüll rum?

Ich fahr immer noch mit dem Bremsenmüll rum. Aber demnächst steht ein Austausch durch ZEE Bremsen an.

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